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Veolia Deutschland und LEAG investieren gemeinsam in der Lausitz

Pressemitteilung   •   Dez 12, 2019 12:12 CET

Im Rahmen eines Joint Ventures will Veolia Deutschland gemeinsam mit der LEAG, dem größten Energieunternehmen Ostdeutschlands, in eine Anlage für die energetische Verwertung von Ersatzbrennstoffen (EBS) in der Lausitz investieren. Mit dem Neubau im bestehenden Industriegebiet Kraftwerk Jänschwalde werden dringend erforderliche Kapazitäten für die thermische Behandlung nicht recycelbarer, als EBS aufbereiteter Abfälle geschaffen. Die dabei freiwerdende Wärmeenergie kann als Fernwärme, Prozessdampf und zur Stromerzeugung genutzt werden. Die hocheffiziente energetische Nutzung des EBS trägt durch den Ersatz fossiler Brennstoffe außerdem zum Klimaschutz bei. Die Gründung der gemeinsamen Projektgesellschaft soll vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung bis März 2020 erfolgen. Beide Partner werden zu je 50 Prozent beteiligt sein.

„Veolia mit seinen umfassenden Kompetenzen im Aufbereitungsmanagement und die LEAG mit ihrem energiewirtschaftlichen Know-how ergänzen sich dabei hervorragend als Partner”, sagt Matthias Harms, Vorsitzender der Geschäftsführung von Veolia Deutschland. Hubertus Altmann, Vorstand im Ressort Kraftwerke der LEAG, ergänzt: „Wir sehen mit einem solchen Investitionsprojekt die Möglichkeit, ein Initial zu setzen für den langfristigen Erhalt und die Entwicklung des Energie- und Industriestandortes Jänschwalde.”

Die geplante Investition leistet einen weiteren Beitrag zur Strukturentwicklung in der Region: Die EVA Jänschwalde soll rund 50 neue Arbeitsplätze schaffen und zusätzlich zur Sicherung von Aufträgen für Servicepartner und zur regionalen Wertschöpfung beitragen. Zugleich können die Energiedienstleistungen der EVA Jänschwalde potenzielle neue Industrieansiedlungen am Standort unterstützen.

Die EVA Jänschwalde wird nach neuesten Effizienz- und Umweltstandards geplant. Vorbehaltlich des gesetzlich vorgeschriebenen Genehmigungsverfahrens, das im ersten Quartal 2020 startet, und einer positiven Investitionsentscheidung der Projektpartner, soll der Baustart der Anlage 2021 an einem bereits erschlossenen Standort im Industriegebiet Kraftwerk Jänschwalde östlich des Kraftwerksblocks F erfolgen. Drei Jahre später könnte die EVA Jänschwalde dann in Betrieb gehen.

Die Idee des gemeinsamen Projekts entstand aus der langjährigen Zusammenarbeit der Partner im Bereich Mitverbrennung. Als EBS-Marktführer in Deutschland stellt Veolia mit dem Joint Venture den langfristigen Zugang zu Verwertungskapazitäten sicher. Der Umweltdienstleister versteht die Partnerschaft als Chance und Beitrag zur Energiewende in Deutschland.

Die LEAG erweitert mit der EVA Jänschwalde ihre Aktivitäten im Bereich der thermischen Abfallverwertung über die Mitverbrennung in Braunkohlekraftwerken hinaus. Das Lausitzer Energieunternehmen wird die Aufgaben des Betriebs und der Instandhaltung sowie der Energieversorgung übernehmen. So soll beispielsweise Fernwärme aus der EVA künftig in die Lieferverträge der LEAG mit den Städten Cottbus und Peitz integriert werden. Gemeinsam bieten Veolia und LEAG mit dem Projekt eine auch in Zukunft sichere und effiziente Verwertungsmöglichkeit für regional anfallende Abfälle. 

Die Veolia Gruppe ist der weltweite Maßstab für optimiertes Ressourcenmanagement. Mit über 171 000 Beschäftigten auf allen fünf Kontinenten plant und implementiert die Veolia-Gruppe Lösungen für die Bereiche Wasser-, Abfall- und Energiemanagement im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der Kommunen und der Wirtschaft. Mit ihren drei sich ergänzenden Tätigkeitsfeldern sorgt sie für einen verbesserten Zugang zu Ressourcen, ihren Schutz und ihre Erneuerung. 2018 stellte die Veolia-Gruppe weltweit die Trinkwasserversorgung von 95 Millionen Menschen und die Abwasserentsorgung für 63 Millionen Menschen sicher, erzeugte fast 56 Millionen MWh Energie und verwertete 49 Millionen Tonnen Abfälle.Der konsolidierte Jahresumsatz von Veolia Environnement (Paris Euronext: VIE) betrug 2018 25,91 Milliarden Euro. www.veolia.com

In Deutschland arbeiten bei Veolia und seinen Beteiligungsgesellschaften etwa 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an rund 300 Standorten. In Partnerschaften mit Kommunen sind sie für mehr als 13 Millionen Menschen tätig. Hinzu kommen maßgeschneiderte Dienstleistungen für Privat- und Gewerbekunden, Handels- und Industriebetriebe. In seinen drei Geschäftsbereichen erwirtschaftete Veolia in Deutschland 2018 einen Jahresumsatz von 1,86 Milliarden Euro.

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Über LEAG

Die Lausitz Energie Bergbau AG und die Lausitz Energie Kraftwerke AG bilden unter der Dachmarke LEAG das größte Energieunternehmen im Osten Deutschlands. Mit rund 8.000 Megawatt installierter Kraftwerksleistung trägt die LEAG zu einer sicheren und flexiblen Energieversorgung bei, betreibt heimischen Braunkohlebergbau und rekultiviert im Anschluss die Abbaugebiete zu nachhaltig nutzbaren Landschaften für Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz, Freizeit und Erholung. Darüber hinaus wird u. a. in den Bereichen Erneuerbare Energien, Speichertechnologien und innovative Energiedienstleistungen das Geschäftsfeld ausgebaut.

Mit rund 8.000 Mitarbeitern gehört die LEAG zu den größten privatwirtschaftlichen Arbeitgebern der Region und trägt mit circa 1,3 Milliarden Euro (2018) aus Auftragsvergaben an Partnerfirmen und Gehältern der Mitarbeiter zur regionalen Wertschöpfung bei. Erfahren Sie mehr auf www.leag.de oder folgen Sie uns unter www.twitter.com/LEAG_de.

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