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Veolia Stiftung fördert das Projekt „Klimaschutz und Biomasseerzeugung durch Agroforstsysteme“ der VRD Stiftung für Erneuerbare Energien

Pressemitteilung   •   Jun 06, 2019 12:06 CEST

Sylke Freudenthal (r.) übergibt den Förderscheck an Dr. Georg Eysel-Zahl, Geschäftsführer, und Andrea Heinrich, Vorstand der VRD Stiftung für Erneuerbare Energien

Einen Förderscheck in Höhe von 60.000 Euro hat Sylke Freudenthal vom Vorstand der Veolia Stiftung heute an Dr. Georg Eysel-Zahl, Geschäftsführer der VRD Stiftung für Erneuerbare Energien, übergeben.

Die Fördermittel unterstützen die VRD Stiftung für Erneuerbare Energien bei der Umsetzung des für drei Jahre geplanten Projekts „Klimaschutz und Biomasseerzeugung durch Agroforstsysteme“. Es setzt sich dafür ein, nachhaltige Agroforstsysteme in die deutsche Landwirtschaft zu integrieren. Diese haben zahlreiche positive Wirkungen auf Klimaschutz, Bodenqualität und Biodiversität. Zielgruppe sind vor allem Landwirte, die sich aufgrund von Unkenntnis und Sorge um Subventionsverluste in diesem Bereich bislang wenig engagieren. Während der Projektlaufzeit sollen mindestens sechs Agroforstflächen, jede größer als zwei Hektar, in drei Bundesländern eingerichtet werden. Darüber hinaus möchten die Projektinitiatoren agropolitische Informations-arbeit auf gesellschaftlicher und politischer Ebene leisten, u.a. durch die Mitgründung des gemeinnützigen Deutschen Fachverbands Agroforstwirtschaft (DeFAF) e. V. und eine erklärende Website.

In Deutschland prägt die Landwirtschaft mehr als 50 Prozent der Landesfläche – zusammen mit der Forstwirtschaft sind es etwa 82 Prozent. Damit hat die Landwirtschaft massiven Einfluss auf den Ausstoß klimawirk-samer Gase und umgekehrt auf deren Bindung in Biomasse und Boden, aber auch auf Wasserhaushalt, Grundwasserqualität, Biodiversität sowie Bodenqualität und -fruchtbarkeit. Im besten Falle könnten in Deutschland nach aktuellen Schätzungen der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und der VRD Stiftung pro Jahr bis zu der Hälfte der gesamten Emissionen der landwirtschaftlichen Erzeugung in Agroforstsystemen gebunden werden, wenn diese auf zehn Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche eingerichtet und die unterirdische Biomassebildung mit einberechnet würde. Da ein beträchtlicher Teil der CO2-Emissionen in der Landwirtschaft durch die Produktion industriell erzeugter Düngemittel und Pestizide entsteht, reduzieren ökosystemähnliche Verfahrensweisen, die weniger energieintensiven Regulationsaufwand benötigen, die Emissionen zusätzlich. Die Erzeugung von hölzerner Biomasse in modernen Agroforstsystemen bindet nicht nur Kohlendioxid aus der Atmosphäre, sondern erzeugt mit Industrie- oder Möbelholz sowie Energieholz auch wertvolle Rohstoffe.

„Nachhaltiges Management von Ressourcen ist das Kerngeschäft von Veolia. Mit diesem Projekt unterstützt die Veolia Stiftung dieses Anliegen. Die landwirtschaftliche Produktion durch innovative Anbaumethoden auf den Schutz von Biodiversität, Wasserressourcen, Bodenqualität und Klima auszurichten ist ein wichtiger Hebel für nachhaltige Entwicklung“, erklärt Sylke Freudenthal vom Vorstand der Veolia Stiftung.

Dr. Georg Eysel-Zahl, Geschäftsführer der VRD Stiftung für Erneuerbare Energien, betont: „Mit diesem neuen Projekt setzen wir uns vor allem für Klimaschutzmaßnahmen durch risikofreie Kohlendioxidbindung sowie Biomasseerzeugung in Form nachhaltigerer Landwirtschaftsmethoden ein. Bäume spielen dabei seit jeher eine wichtige Rolle, sie sind quasi unsere Verbündeten. Die auch administrative Trennung von Forst und Agrar in Deutschland und damit die landschaftliche Trennung sollten wir überwinden. Wir freuen uns daher sehr, diese Initiative gemeinsam mit der Veolia Stiftung anstoßen zu können“ 

Die Veolia Gruppe ist der weltweite Maßstab für optimiertes Ressourcenmanagement. Mit über 171 000 Beschäftigten auf allen fünf Kontinenten plant und implementiert die Veolia-Gruppe Lösungen für die Bereiche Wasser-, Abfall- und Energiemanagement im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der Kommunen und der Wirtschaft. Mit ihren drei sich ergänzenden Tätigkeitsfeldern sorgt sie für einen verbesserten Zugang zu Ressourcen, ihren Schutz und ihre Erneuerung. 2018 stellte die Veolia-Gruppe weltweit die Trinkwasserversorgung von 95 Millionen Menschen und die Abwasserentsorgung für 63 Millionen Menschen sicher, erzeugte fast 56 Millionen MWh Energie und verwertete 49 Millionen Tonnen Abfälle.Der konsolidierte Jahresumsatz von Veolia Environnement (Paris Euronext: VIE) betrug 2018 25,91 Milliarden Euro. www.veolia.com

In Deutschland arbeiten bei Veolia und seinen Beteiligungsgesellschaften etwa 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an rund 300 Standorten. In Partnerschaften mit Kommunen sind sie für mehr als 13 Millionen Menschen tätig. Hinzu kommen maßgeschneiderte Dienstleistungen für Privat- und Gewerbekunden, Handels- und Industriebetriebe. In seinen drei Geschäftsbereichen erwirtschaftete Veolia in Deutschland 2018 einen Jahresumsatz von 1,86 Milliarden Euro.

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Die Veolia Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts. Als Unternehmensstiftung von Veolia Deutschland möchte sie einen wirksamen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung leisten und fördert innovative gemeinnützige Projekte mit den Schwerpunkten Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und Ressourcenschutz Wasser /Biodiversität. Die Stiftung ist Mitglied der Initiative Transparente Zivilgesellschaft.

www.stiftung.veolia.de

Die VRD Stiftung für Erneuerbare Energien wurde 1997 gegründet und ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts, gemeinnützig und unabhängig. Sie setzt sich für die Förderung und Verbrei¬tung erneuerbarer Energie, für Energieeffizienz sowie Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz im In- und Ausland ein. Es geht um ein nachhaltiges Versorgungskonzept für unsere Gesellschaft und eine saubere Umwelt, um die Lebensgrundlagen der Menschen zu verbessern.

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