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Pressemitteilung —

Wildpflanzen liefern Biogas, wenn Mais vertrocknet

Ergebnisse des Projekts Bunte Biomasse zeigen: Wildpflanzen punkten wirtschaftlich besonders bei Trockenheit und sind eine ökologische Alternative zum Mais. Die Veolia Stiftung, die Deutsche Wildtier Stiftung und der Deutsche Jagdverband (DJV) fordern den Erhalt des Maisdeckels und die Verankerung von Biogas aus Wildpflanzen in der kommenden GAP (Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union).

(Berlin/Hamburg, 28. September 2026) Die anhaltende Trockenheit und Hitze des Sommers 2026 haben die Landwirtschaft erheblich belastet. Das betrifft auch den Mais, der in diesen Wochen geerntet wird. Die Erträge werden dabei je nach Region und sommerlichen Niederschlägen extrem unterschiedlich ausfallen. Das zeigt erneut, wie empfindlich Mais auf Wetterextreme reagiert und wie riskant seine Dominanz in der Bioenergieproduktion ist. Die Veolia Stiftung, die Deutsche Wildtier Stiftung und der Deutsche Jagdverband (DJV) haben mit dem Projekt Bunte Biomasse eine wirtschaftliche und ökologische Alternative zum Mais erfolgreich in die Praxis gebracht: Biogas aus mehrjährigen Wildpflanzenkulturen. Der jetzt vorliegende Abschlussbericht des Projekts zeigt: Wildpflanzenkulturen können hohe Biomasseerträge liefern und kommen außerdem besser mit Wetterxtremen zurecht als einjährige Biomassepflanzen. Gleichzeitig schützt Bunte Biomasse den Boden vor Erosion, fördert den Humusaufbau und reduziert die Nährstoffauswaschung.

Bunte Biomasse: Vielfalt statt Monokultur
Deutschlandweit wurden im vergangenen Jahr rund 2,5 Millionen Hektar Mais angebaut, davon etwa eine Million Hektar für Biogas. Mais ist zwar eine sehr wirtschaftliche Biomassepflanze, doch seine Monokulturen sind extrem artenarm und verschärfen den Verlust biologischer Vielfalt. Von 2019 bis 2024 haben die die Veolia Stiftung, die Deutsche Wildtier Stiftung und der DJV deshalb das Projekt Bunte Biomasse umgesetzt. Deutschlandweit wurden 550 Hektar mehrjährige Wildpflanzenmischungen angelegt. Die Ergebnisse sind eindeutig: hohe Erträge, starke ökologische Wirkung und große Akzeptanz bei Landwirten. Das Projekt Bunte Biomasse zeigt auch: Artenschutz hat das Potenzial, eine dritte Einkommenssäule für die Landwirtschaft zu werden – gleichrangig neben Lebensmittel- und Energieproduktion.

Maisdeckel beibehalten und Wildpflanzen in der GAP 2028 verankern
Ein herausragender Erfolg des Projekts Bunte Biomasse ist die Übernahme des Anbaus mehrjähriger Wildpflanzenkulturen in die Agrarumweltmaßnahmen von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. Für die kommende Förderperiode der EU-Agrarpolitik ist die Weiterführung dieser Förderung jedoch nicht gesichert. Eine bundesweite Verankerung in der ersten Säule würde die Maßnahme dauerhaft sichern und allen Betrieben verlässlich zugänglich machen. Um Anreize zum Anbau von ökologisch wertvollen Biomassesubstraten zu setzen, fordern die Projektpartner außerdem, einen Maisdeckel in relevanter Höhe im Mix der Biogassubstrate auch in der Zukunft beizubehalten.

Sylke Freudenthal, Veolia Stiftung: „Die Ergebnisse zeigen, dass mehrjährige Wildpflanzenkulturen ökologisch und wirtschaftlich überzeugen. Umso wichtiger ist es, dass diese erfolgreiche Maßnahme nicht von einzelnen Landesprogrammen abhängig bleibt, sondern bundesweit verlässlich verankert wird“.

Dr. Andreas Kinser, Deutsche Wildtier Stiftung: „Bioenergie ist eine wichtige Säule der Energiewende. Die Produktion von Pflanzenbiomasse ist mit Bunter Biomasse sogar eine Chance für den Artenschutz in der Agrarlandschaft."

Dr. Carsten Scholz, Vizepräsident Deutscher Jagdverband: „Klimaschutz und Artenschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Biogas aus Wildpflanzen zeigt, dass beides zusammengeht.“

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Über die Veolia Stiftung:
Die Veolia Stiftung ist die unternehmensverbundene Stiftung von Veolia in Deutschland. Sie engagiert sich für gemeinnützige Initiativen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung und wird durch Spenden aus den Unternehmen der Gruppe in Deutschland mit Fördermitteln ausgestattet. Neben finanzieller Unterstützung bringt die Stiftung das Know-how und das persönliche Engagement von Veolia-Mitarbeitenden in gemeinnützige Projekte in ganz Deutschland ein. Weitere Informationen unter https://www.stiftung.veolia.de/.

Über Veolia:
Veolia, ein weltweit führender Anbieter von Umweltdienstleistungen, setzt sich täglich für die ökologische Sicherheit, zum Wohle der öffentlichen Gesundheit und der Wettbewerbsfähigkeit von Branchen und Regionen ein. Mit 215.000 Mitarbeitern auf fünf Kontinenten, die eng mit den lokalen Partnern zusammenarbeiten, und dank seiner Spitzentechnologien beseitigt der Konzern Umweltverschmutzungen, reduziert CO2-Emissionen und regeneriert Ressourcen durch konkrete Lösungen, die sein Know-how in den Bereichen Wasser und Wassertechnologien, Abfall – einschließlich der Entsorgung gefährlicher Abfälle – und lokale Energie kombinieren. Im Jahr 2025 versorgte die Veolia-Gruppe 110 Millionen Menschen mit Trinkwasser und reinigte das Abwasser von 97 Millionen, produzierte 45 Millionen Megawattstunden Energie und behandelte 64 Millionen Tonnen Abfall. Veolia Environnement (Paris Euronext: VIE, Fortune 500, SBF 120) erzielte 2025 einen konsolidierten Umsatz von 44,4 Milliarden Euro. www.veolia.com.

In Deutschland arbeiten bei Veolia und seinen Beteiligungsgesellschaften rund 12.000 Beschäftigte an etwa 250 Standorten. In Partnerschaften mit Kommunen sind sie für mehr als 14,5 Millionen Menschen tätig. Hinzu kommen maßgeschneiderte Dienstleistungen für Privat- und Gewerbekunden, Handels- und Industriebetriebe. In seinen drei Geschäftsbereichen erwirtschaftete Veolia in Deutschland 2025 einen Jahresumsatz von 2,8 Milliarden Euro.

Besuchen Sie uns auf www.veolia.de.

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