Pressemitteilung -
Ein Akku, acht Monate Ausfall: Hamburg sortiert wieder – aber die Gefahr bleibt
Ein Großbrand Anfang Juli 2025 hatte die Abfallsortieranlage in Hamburg-Billbrook schwer beschädigt – ausgelöst durch einen falsch entsorgten Akku. Anfang April wurde der volle Betrieb wieder aufgenommen. Der betroffene Umweltdienstleister Veolia nutzt die Rückkehr zum Regelbetrieb, um die Hamburger Bevölkerung eindringlich zu warnen: Akkus und Batterien gehören niemals in den Hausmüll oder die Gelbe Tonne.
Kleiner Fehlwurf – große Folgen
Am Abend des 1. Juli 2025 stand eine riesige Rauchwolke über Hamburg-Billbrook, die in weiten Teilen der Stadt sichtbar war. In der Sortieranlage waren Verpackungsabfälle und Teile eines Förderbandes in Brand geraten. Rund 200 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen. Die zentrale Technik der Anlage wurde zerstört.
Die Ursache: Ein Akku, achtlos in die Gelbe Tonne geworfen. Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen ist davon auszugehen, dass der Akku bei der Sortierung beschädigt wurde und Feuer fing. Ein technischer Defekt oder Brandstiftung konnten ausgeschlossen werden.
„Viele Menschen wissen nicht, welche Gefahr von Fehlwürfen wie Akkus oder anderen gefährliche Stoffen ausgeht, die einfach so in die Mülltonne geworfen werden", erklärt Thomas Schreitling, der als Leiter Betriebe Hamburg bei der Veolia Umweltservice Nord für die betroffene Anlage zuständig ist. „Ein einziges batteriebetriebenes Gerät hat dafür gesorgt, dass unsere Anlage acht Monate nur noch im Notbetrieb laufen konnte. Das war eine enorme Belastung für alle Kolleginnen und Kollegen und für die gesamte Hamburger Entsorgung. Und das Schlimmste: Meine Mitarbeitenden sind weiterhin jeden Tag in Gefahr.”
Akkus und Batterien: Versteckte Gefahr im Alltag
Akkus und Batterien stecken mittlerweile in unzähligen Alltagsgegenständen wie Kinderspielzeug oder elektrischen Küchenhelfern. Werden diese Geräte im Gelben Sack oder der Gelben Tonne entsorgt, können die Akkus durch Druck oder Beschädigung in Brand geraten. Bei den großen Mengen brennbarer Materialien breitet sich das Feuer dann rasend schnell aus.
Und Hamburg ist kein Einzelfall, denn das Problem betrifft die gesamte Entsorgungsbranche und ist für die Beschäftigten mittlerweile zum gefährlichen Alltag geworden. In Deutschland gibt es täglich bis zu 30 Brandereignisse in Entsorgungsanlagen und -fahrzeugen – Tendenz steigend. Die Dunkelziffer ist vermutlich noch deutlich höher: Viele Brände werden von den Mitarbeitenden vor Ort frühzeitig bekämpft, bevor Feuerwehr oder Polizei alarmiert werden und tauchen daher in keiner offiziellen Statistik auf.
Richtige Entsorgung schützt
Die Hamburger Anlage behandelt täglich rund 400 Tonnen Verpackungsabfälle aus Hamburg, dem angrenzenden Hamburger Umland und Schleswig-Holstein. Das ist so viel, als würde man ein ganzes Fußballfeld einen Meter hoch mit Kunststoffabfällen bedecken. Wenn Sortieranlagen durch Brände beschädigt werden, hat das massive Auswirkungen auf die gesamte Region. Die Abfälle müssen dann in weiter entfernte Anlagen transportiert werden – mit entsprechend zusätzlicher Umweltbelastung.
Die richtige Entsorgung von Akkus und Batterien schützt Menschenleben! Beachten Sie daher bitte:
- Entfernen Sie Akkus und Batterien wenn möglich aus allen Alt-Geräten
- Kleben Sie die Pole mit Klebeband ab, um Kurzschlüsse zu verhindern
- Geben Sie die Geräte kostenlos im Handel (Supermärkte, Elektromärkte, Drogerien) oder auf Wertstoffhöfen und E-Schrott-Containern ab
- Denken Sie auch an versteckte Akkus in E-Zigaretten, Kinder-Leuchtschuhen, LED-Kerzen, Spielzeug oder Grußkarten mit Musik
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Veolia, ein weltweit führender Anbieter von Umweltdienstleistungen, setzt sich täglich für die ökologische Sicherheit, zum Wohle der öffentlichen Gesundheit und der Wettbewerbsfähigkeit von Branchen und Regionen ein. Mit 215.000 Mitarbeitern auf fünf Kontinenten, die eng mit den lokalen Partnern zusammenarbeiten, und dank seiner Spitzentechnologien beseitigt der Konzern Umweltverschmutzungen, reduziert CO2-Emissionen und regeneriert Ressourcen durch konkrete Lösungen, die sein Know-how in den Bereichen Wasser und Wassertechnologien, Abfall – einschließlich der Entsorgung gefährlicher Abfälle – und lokale Energie kombinieren. Im Jahr 2025 versorgte die Veolia-Gruppe 110 Millionen Menschen mit Trinkwasser und reinigte das Abwasser von 97 Millionen, produzierte 45 Millionen Megawattstunden Energie und behandelte 64 Millionen Tonnen Abfall. Veolia Environnement (Paris Euronext: VIE, Fortune 500, SBF 120) erzielte 2025 einen konsolidierten Umsatz von 44,4 Milliarden Euro. www.veolia.com.
In Deutschland arbeiten bei Veolia und seinen Beteiligungsgesellschaften rund 12.000 Beschäftigte an etwa 250 Standorten. In Partnerschaften mit Kommunen sind sie für mehr als 12 Millionen Menschen tätig. Hinzu kommen maßgeschneiderte Dienstleistungen für Privat- und Gewerbekunden, Handels- und Industriebetriebe. In seinen drei Geschäftsbereichen erwirtschaftete Veolia in Deutschland 2025 einen Jahresumsatz von 2,8 Milliarden Euro.
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